Kooperation eröffnet neue Möglichkeiten

MITGRATION UND INTEGRATION: DRK-Mitarbeiter Natascha Pfau, Kerstin Grunwald, Andreas Kellner und Michael Gelb stellen ihre Arbeit im Auftrag der Stadt vor

Die Stadt wird enorm entlastet, die Arbeit liegt in professionellen Händen: Die Kommune hat einen Dienstleistungsvertrag mit dem Deutschen Roten Kreuz (Kreisverband Mannheim) für die Bereiche Migration und Integration abgeschlossen (wir berichteten).

Dieser stellt für Bürgermeister Thomas Jakob-Lichtenberg eine sogenannte Win-win-Situation dar: Erfahrene Mitarbeiter des DRK seien tätig, durch Fördermaßnahmen kommen vielleicht noch weitere hinzu, und es würden sich ganz andere Möglichkeiten ergeben als in einem kleinen Team der Stadt. „Oberbürgermeister Dieter Gummer und ich selbst begrüßen die Kooperation mit dem Roten Kreuz sehr und sehen einer erfolgreichen Tätigkeit entgegen“, betonte Jakob-Lichtenberg in der jüngsten öffentlichen Zusammenkunft des Ausschusses Soziales, Bildung, Kultur und Sport.

Die Aufgabenschwerpunkte
In der Sitzung stellten sich die für Hockenheim zuständigen DRK-Mitarbeiter vor: Natascha Pfau, Leiterin der Einrichtung Migration und Integration, arbeitet von Mannheim aus, Kerstin Grunwald, Projektkoordinatorin im Südbereich und Leiterin des Second-Hand-Ladens in der Karlsruher Straße, Krisenbegleiter Andreas Kellner (Streetwork/Obdachlosenbetreuung) und Michael Gelb (Anschlussunterbringung, Integration und Koordination) sind vor Ort.
Die vier DRKler stellten in der Sitzung die einzelnen Aufgabenschwerpunkte vor. Sozialpädagogin Natascha Pfau verwies auf ein Team mit unterschiedlichen Ausbildungen: „Das ergänzt sich gut.“ Ziel sei die langfristige Unterstützung benachteiligter Menschen bei der Teilhabe an unserer Gesellschaft im Sinne unserer Grundsätze sowie die Förderung von Ehrenamtlichen in der Flüchtlingsarbeit.

Hilfe in Konfliktsituationen
Kerstin Grunwald, Betriebswirtwirtin mit Schwerpunkt Gesundheitsmanagement, koordiniert Begegnungs- und Bildungsangebote für benachteiligte Menschen, insbesondere Frauen mit Fluchterfahrung und besonders schutzbedürftige Personen.
Darüber hinaus leitet sie den Second-Hand-Laden in der Karlsruher Straße 8. Sie verwies auf die Kooperation mit dem Hockenheimer DRK-Ortsverein, dem Asylnetzwerk sowie anderen Organisationen und brachte klar zum Ausdruck: „Wir wollen keine Konkurrenz sein, sondern ergänzende Angebote bieten.“

Andreas Kellner, Krisenbegleiter mit Kontaktstudium „Flucht und Migration“, möchte die Arbeit von Sozialarbeiter Andreas Ledderhose in Sachen Streetwork und Obdachlosenbetreuung erfolgreich fortsetzen.

Er will unter anderem Bedarfe von Jugendlichen und Obdachlosen regelmäßig erfassen, Ansprechpartner für Anwohner sein, diese bei Konfliktsituation unterstützen, bei Bedarf Deeskalationsstrategien vermitteln, eine tragfähige Beziehung zu den Jugendlichen und Obdachlosen, die sich im öffentlichen Straßenraum aufhalten, aufbauen, Jugendliche und Obdachlose in Problemsituationen unterstützen (Einzelfallhilfe), dem Jugendgemeinderat bei der Durchführung von Projekten unter die Arme greifen und ein Auge auf kontrollierende Aspekte im öffentlichen Straßenraum sowie Sicherstellung des Jugendschutzes haben.

Koordination des Asylnetzwerks
Michael Gelbs Leistungsbeschreibung ähnelt der des Streetworkers. Das Aufgabengebiet in den Bereichen Anschlussunterbringung, Integration und Koordination ist breit gefächert. Der Jurist und Hockenheimer Stadtrat erfasst die Bedarfe der Geflüchteten und stellt Informationen für die Ehrenamtlichen des Asylnetzwerks bereit. Er berät und unterstützt Flüchtlinge in den unterschiedlichsten Fällen – vom Ausfüllen eines Formulars und Stellen von Anträgen bis zur Vernetzung in der Verwaltungsgemeinschaft – und koordiniert das Asylnetzwerk.
Thomas Jakob-Lichtenberg war es ein besonderes Anliegen, Michael Gelb für seinen großen ehrenamtlichen Einsatz in den vergangenen Monaten zu danken: „Das war nicht selbstverständlich und mit sehr viel Arbeit verbunden.“

Michael Gelb, der jetzt beim DRK hauptberuflich beschäftigt ist, übernahm und übernimmt auch in Zukunft neben seinen anderen ehrenamtlichen Funktionen auch die Aufgaben der Integrationsbeauftragten der Stadt, Alicja Sidki, die aufgrund ihrer Schwangerschaft nicht zur Verfügung steht.

© Hockenheimer Tageszeitung, Mittwoch, 16.11.2016

Aufgaben nur Hand in Hand zu meistern

FLÜCHTLINGSUNTERBRINGUNG: Stadt stellt Gemeinschaftsunterkunft Pfälzer Ring 20 nach fünfmonatiger Sanierung Ehrenamtlichen und Gemeinderat vor / 895 000 Euro investiert

Sie ist das größte Objekt der Stadt Hockenheim im Bereich der kommunalen Anschlussunterbringung und für Bürgermeister Thomas Jakob-Lichtenberg ein „Ausdruck der engen Zusammenarbeit für Flüchtlinge innerhalb unserer Stadtgesellschaft“: die Gemeinschaftsunterkunft Pfälzer Ring 20 im Talhaus, die gestern eingeweiht wurde. Fünf Monate lang war das Anfang der 90er Jahre errichtete Gebäude saniert worden, 895 000 Euro hat die Stadt investiert. Ab Anfang Oktober können hier bis zu 60 Menschen in der kommunalen Anschlussunterbringung ein neues vorübergehendes Zuhause finden.

Bevor voraussichtlich im Laufe der kommenden Woche die ersten Flüchtlinge einziehen, hat die Verwaltung gestern Mitgliedern des Gemeinderats und Ehrenamtlichen des Asylnetzwerks die Gelegenheit gegeben, sich einen Eindruck zu machen. Auch Vertreter der benachbarten Unternehmen und Betriebe sowie die am Umbau Beteiligten waren eingeladen.

Dank für gute Zusammenarbeit
Thomas Jakob-Lichtenberg erklärte, dass die komplette Sanitär- und Elektroinstallation sowie die Heizungsanlage erneuert worden sei. Jedes der 21 Appartements hat seine eigene Nasszelle und Kitchennette, die früheren Gemeinschaftsbäder und -küchen wurden entfernt. Die Zimmer können jeweils von drei Personen bewohnt werden, wobei die ab Januar 2018 pro Person gesetzlich vorgeschriebene Quadratmeterzahl von 7 (statt aktuell 4,5) bereits berücksichtigt sei.

Den Umbau für die kommunale Flüchtlingsunterbringung habe, so der Bürgermeister, insbesondere der Gemeinderat durch seine Beschlüsse ermöglicht. „Gemeinderat, Stadtverwaltung und die ehrenamtlichen Helfer des Asylnetzwerks arbeiten mit vielen Bürgern Hand in Hand, um die Herausforderungen der Flüchtlingszuwanderung in Hockenheim zu bewerkstelligen.“ Es sei schön, dass dies seit der Willkommen-und-Ankommen-Veranstaltung im vergangenen Jahr bisher so gut gelungen ist. Dafür dankte Jakob-Lichtenberg vor allem den Ehrenamtlichen: „Ohne Ihren Einsatz wäre dies nicht möglich gewesen.“

Die sanierte Gemeinschaftsunterkunft sei aber auch ein Zeichen dafür, welche Anstrengungen auch künftig erforderlich seien, „um in der ungewissen Situation der Flüchtlingszuwanderung zu bestehen“. Laut Auskunft des Landrats seien derzeit 245 Menschen in Hockenheim vorläufig untergebracht – also in der Zuständigkeit des Rhein-Neckar-Kreises. Sie kommen vor allem aus Syrien, Afghanistan, Irak und Pakistan. Weitere 300 Flüchtlingen kommen voraussichtlich Anfang November in der neuen Gemeinschaftsunterkunft in der Brühler Straße unter. Laut Karl Winkler, Referatsleiter für die Unterbringung der Asylbewerber und Flüchtlinge im Kreis-Ordnungsamt, ist die von einem privaten Investor errichtete Unterkunft frühestens Ende Oktober bezugsfertig.

Noch 112 Plätze dieses Jahr nötig
Wenn der Rhein-Neckar-Kreis auch aktuell eine „kleine Verschnaufpause“ bei der Zuteilung von Flüchtlingen durch das Land erlebe, die die Reduzierung von Notbelegungen ermögliche, so bleibe es doch notwendig, sich um weitere Gemeinschaftsunterkünfte zu kümmern. „Dieser Aufgabe muss sich auch Hockenheim stellen“, unterstrich Jakob-Lichtenberg. In diesem Jahr müsse die Stadt noch 112 Plätze in der Anschlussunterbringung zur Verfügung stellen, im kommenden voraussichtlich 120. Der Bürgermeister dankte allen Beteiligten für die „gute und schnelle Bauausführung“.

Architekt Eberhard Vögele sagte, die Gemeinschaftsunterkunft habe für sein Büro eine besondere Bedeutung. Nicht die Architektur oder Herausforderungen bei der Sanierung seien dafür verantwortlich, sondern die Funktion und die Nutzung des Gebäudes: „Es wird vielen Menschen mit schwerem Schicksal eine neue Heimat werden.“ Vögele dankte dem Gemeinderat für seine Entscheidung, dem Vorschlag zu folgen, dass alle Appartements über Sanitärbereiche verfügen und die Größe über dem Mindestmaß liegt.
Für die Flüchtlinge, die in den Pfälzer Ring 20 einziehen, spendete das Architekturbüro Vögele 1000 Euro, die er die Stadt und das Asylnetzwerk bat, „mit engagierten Menschen sinnvoll anzulegen.“

© Hockenheimer Tageszeitung, Donnerstag, 29.09.2016

Diakonie: Informations-, Weiterbildungs- und Austauschangebote für Ehrenamtliche

Die Diakonie im Rhein-Neckar-Kreis und der Kirchenbezirk Südliche Kurpfalz bieten im Herbst verschiedene Informations-, Weiterbildungs- und Austauschangebote an. Im Einzelnen sind das:

1. „Wenn das Schlimme nicht aufhören will“, 28.9., 18 bis 21 Uhr in Hockenheim
2. „Türen öffnen – Fit durch interkulturelles Training“, 15. u. 29.10., je 10 bis 17 Uhr in Schwetzingen
3. „Gender und Flucht“, 10.11., 18 Uhr in Nussloch
Außerdem das regelmäßig geplante „Austauschtreffen Asyl“, das erstmals am 12.10. zwischen 17.30 und 19.00 Uhr in Eppelheim stattfinden wird.

 

Weitere Details zu den Veranstaltungen und zur Anmeldung finden Sie hier: flyer-angebote-fuer-ehrenamtliche_sk_20160920_final

Hier finden Sie weitere Informationen zu den Ansprechpartnern im Bereich Flucht und Migration bei Diakonie und Kirchenbezirk in der Südlichen Kurpfalz: ekisk_flyer_migrationflucht

 

15. Agenda-Geburtstag in Hockenheim

Sehr geehrte Damen und Herren,

am 15. Oktober 2016 feiert die Lokale Agenda Hockenheim ihren 15. Geburtstag.

Zu diesem Ereignis, das wir von 11 bis 17 Uhr in der Stadthalle gebührend und mit einem tollen Programm feiern werden, lade ich Sie herzlich ein!

Die aktiven Gruppen werden sich vorstellen, wir haben ein vielseitiges und unterhaltsames Bühnenprogramm und interessante Vorträge. Für Jung und Alt ist etwas dabei! Außerdem freuen wir uns, dass sich auch Kooperationspartner von uns vorstellen werden. BUND und NABU, Tinas Bienenkorb, der Arche Weltladen, evandamaralda mit umweltfreundlichen Körperpflegeprodukten, der Imkerverein Kurpfalz, der Bauernhof Rinklef mit frischem Apfelsaft und die Gustav-Lesemann-Schule werden dabei sein.

Wir freuen uns, wenn Sie mitfeiern und bei dieser Gelegenheit auch die anderen Agenda-Gruppen kennenlernen!

Ich füge eine Einladung mit dem Programm an. Bitte geben Sie diese Einladung gerne an Familie, Freunde und Bekannte weiter!

Herzliche Grüße und bis zum 15. Oktober

Elke Schollenberger

Einladung als PDF: einladung-zum-15-agenda-geburtstag

Unterstützung bei Bewältigung des Alltags

ARBEITSKREISE DES ASYLNETZWERKS (4): Der AK Soziales verlagert seinen Schwerpunkt nach gut einem Jahr auf die Begleitung der Anschlussunterbringung / Helfer gesucht

Die Unterstützung, Begleitung und Integration von Flüchtlingen und Asylsuchenden ist eine Aufgabe, die die Kommunen ohne ehrenamtliche Helfer nicht bewältigen können. In Hockenheim haben sich die Ehrenamtlichen im April 2015 zum Asylnetzwerk zusammengeschlossen, um koordiniert und effizient helfen zu können – mit gutem Erfolg, wie Rückmeldungen aus Landratsamt, Rathaus und Polizeirevier immer wieder zeigen. In einer Serie stellen wir die Angebote der fünf Arbeitskreise des Asylnetzwerks vor. Im vierten Teil stellen wir den Arbeitskreis Soziales vor, dessen Aufgaben sich durch die Anschlussunterbringung von Familien verändern.

Flüchtlingen bei der Bewältigung des Alltags zu helfen, das betrachtet der Arbeitskreis Soziales als seine Hauptaufgabe. „Aber immer unter dem Schwerpunkt Hilfe zur Selbsthilfe“, betont AK-Sprecher Franz Villinger, dass Rundumbetreuung nicht das Ziel der Ehrenamtlichen ist.

Die Arbeit begann im Mai/Juni vergangenen Jahres, als die ersten Flüchtlinge im „Steffele“ eintrafen. Die Helfer begrüßten die Menschen, die überwiegend vom Balkan kamen, mit kleinen Willkommenspaketen und erleichterten ihnen die Orientierung mit einem Stadtrundgang, bei denen sie ihnen Einrichtungen wie das Rathaus sowie Einkaufsmöglichkeiten zeigten.

Alltagsgegenstände gesammelt

Zur Versorgung mit Kleidung wurde Kontakt zur Kleiderstube der Arbeiterwohlfahrt in Neulußheim vermittelt. Eine Sammelaktion stellte die Deckung des Bedarfs mit Alltagsgegenständen wie Küchenutensilien und kleineren Möbeln sicher. Angebotene Begleitdienste, etwa für Behördengänge, wurden nicht nachgefragt, so dass sich der AK auf Erstkontakte und Unterstützung bei der Beschaffung konzentrierte.

Mit dem Bezug der Gemeinschaftsunterkunft im Pfälzer Ring im November wuchs der Kreis der Unterstützten stark an. Der Arbeitskreis organisierte Besuche mit dem Linienbus in der Kleiderstube, „damit die Leute auch gleich mit der Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel vertraut werden“, erklärt Villinger. Die wichtigsten Gebäude der Stadt wurden in einem Rundgang gezeigt.

Die rund 120 Bewohner der Unterkunft in der IV. Industriestraße wurden gleich bei ihrer Begrüßung über den öffentlichen Nahverkehr informiert, weil sie teilweise schon während ihrer Unterbringung in Schwetzingen mit Praktika begonnen hatten. Die Erwartung, dass sich die Selbsthilfe dergestalt entwickelt, dass die Flüchtlinge aus dem Pfälzer Ring denen in der Industriestraße helfend und beratend zur Seite stehen, habe sich nicht bestätigt: „Wir mussten feststellen, dass der Austausch sehr gering ist.“

In Absprache mit der Stadtverwaltung verlagert der Arbeitskreis nun seinen Schwerpunkt auf die Betreuung der Flüchtlinge in Anschlussunterbringung, für die die Stadt zuständig ist. Das sind derzeit etwa 60 Menschen, mit rund 50 haben die Helfer Kontakt, darunter fünf syrische Familien und eine aus Eritrea. Auch eine Familie aus dem Irak, die noch in der Erstunterbringung in Hockenheim lebt, wird betreut.

Erster Ansprechpartner sein

Das Wort „Patenschaft“ benutzt der Arbeitskreis-Sprecher in diesem Zusammenhang nicht gerne, weil es den Eindruck von Langfristigkeit vermittle. „Erstansprechpartner“ treffe es besser. „Wenn es harmoniert, entwickelt sich meistens sowieso durch den persönlichen Kontakt eine Beziehung – und wenn nicht, löst es sich wieder auf, das ist auch ganz normal“, sagt Villinger.

Bestens organisiert sei – auch dank der Eröffnung des neuen DRK-Ladens – das Kleider- und Sachspendenmanagement, das Netzwerk unterhält ein kleines Lager in der Oberen Hauptstraße 92, das Neuankömmlinge schnell ausstatten kann.

Regelmäßige Treffen mit Kinderbetreuung im Gemeindezentrum St. Christophorus sorgen für Austausch der Familien untereinander sowie mit den weiteren Arbeitskreisen und dem Kinderschutzbund.

Neue Herausforderungen warten schon, wenn in den kommenden Wochen weitere 80 Menschen in Anschlussunterbringung kommen im Pfälzer Ring und in der Leopoldstraße. Dafür haben die Ehrenamtlichen noch Schulungsbedarf, etwa wenn es um die Unterstützung bei Formalitäten mit Behörden geht. Das gelte besonders für das Spezialthema Familienzusammenführung. Ein regelmäßiger Erfahrungsaustausch soll die Arbeit erleichtern.

© Hockenheimer Tageszeitung, Freitag, 16.09.2016

Veranstaltungsreihe Wieslocher Migrationsgeschichte(n)

Unter dem Dach der Bürgerstiftung Wiesloch findet vom 2.10. bis 6.11.2016 eine Veranstaltungsreihe „Wieslocher Migrationsgeschichte(n)“ statt. Sie soll die wiederkehrenden Einwanderungswellen der letzten 70 Jahre aus Sicht der Forschung, aber auch aus Sicht von Zeitzeugen aufarbeiten, um im Hinblick auf die jetzige Flüchtlingssituation daraus zu lernen.

Das Gesamtprogramm mit insgesamt 14 Veranstaltungen findet man unter Programm – Wieslocher Migrationsgeschichte/n

 

Im Austausch Berührungsängste abbauen

ARBEITSKREISE DES ASYLNETZWERKS (3): Der AK Begleitung ermöglicht Begegnung und Kommunikation vor allem im Café Komm / Informationsbörse auch für Ehrenamtliche

Die Unterstützung, Begleitung und Integration von Flüchtlingen und Asylsuchenden ist eine Aufgabe, die die Kommunen ohne ehrenamtliche Helfer nicht bewältigen können. In Hockenheim haben sich die Ehrenamtlichen im April 2015 zum Asylnetzwerk zusammengeschlossen, um koordiniert und effizient helfen zu können – mit gutem Erfolg, wie Rückmeldungen aus Landratsamt, Rathaus und Polizeirevier immer wieder zeigen. In einer Serie stellen wir die Angebote der fünf Arbeitskreise des Asylnetzwerks vor. Im dritten Teil stellen wir den Arbeitskreis Begleitung mit seinem regelmäßigen Begegnungsangebot im Café Komm vor.

Die Türen zum Café Komm waren seit seiner Eröffnung nur zweimal geschlossen: beim Hockenheimer Mai und in der Putzwoche des Lutherhauses. Sonst beeinflussen weder Feiertage noch Ferien den Betrieb des Begegnungscafés für Flüchtlinge und Ehrenamtliche.

Für Konrad Sommer, einen der rund 20 Ehrenamtlichen des Arbeitskreises Begleitung, barg gerade der zweite Weihnachtsfeiertag 2015 ein Schlüsselerlebnis: „Wir haben spontan beschlossen, das Café aufzumachen, Christoph Tischmeyer erklärte sich bereit, Musik zu machen, Nancy Gelb hat Plätzchen mit den Männern gebacken – da haben wir richtig Spaß gehabt mit den Besuchern.“

Kontaktstelle zur Familie

Das „Komm“ im Namen steht unter anderem für Kommunikation in vielfacher Hinsicht. Nach der freundlichen Begrüßung mit Handschlag sind viele Besucher zunächst in ihr Smartphone vertieft.

Das wertet Hanna Tilch jedoch nicht als Unhöflichkeit oder Abschottung: „Das ist für die Flüchtlinge doch oft die einzige Möglichkeit, in Kontakt mit ihren Familien in der Heimat zu treten, die wissen wollen, wie es ihnen geht“, berichtet sie. In der Gemeinschaftsunterkunft im Pfälzer Ring gibt es keinen W-Lan-Empfang, so dass die beiden Öffnungstage Dienstag und Samstag verlässliche Termine sind, um sich zuhause zu melden. Das schnelle Internet im Lutherhaus ist da sehr beliebt.

Die Besucher suchten aber auch den Kontakt zu den Betreuern, betonen Tilch und Sommer. Durch den Austausch werden Sprachkenntnisse auf- und Berührungsängste abgebaut. Am einfachsten geht das beim Tischfußball – „das spielen fast alle gerne“, so kommt schnell ein Gespräch auf.

„Es ist immer jemand da, den man etwas fragen kann, das nimmt eine Menge Potenzial für Missverständnisse und Aggression raus“, ist Sommer überzeugt. Die Mitglieder des Arbeitskreises wählen pro Termin ein Thema aus, über das in lockerer Runde gesprochen wird, etwa Haushaltsgegenstände. So werde die deutsche Sprache kombiniert mit Alltagskenntnissen vermittelt – „auf der Basis kann jeder sehr viel für Integration tun“, ergänzt Sommer. Es komme sehr selten vor, dass gar keine Verständigung über Deutsch, Englisch und Kombinationen möglich ist. In solchen Fällen wird der libanesische Eiscafé-Betreiber geholt, der fließend Arabisch spricht.

In den vergangenen Wochen haben sich die Arbeitskreis-Mitglieder intensiv mit der Vorbereitung des Begegnungsfests beschäftigt, das am Sonntag viel Zuspruch im alten Fahrerlager erfuhr (wir berichteten).

Interkulturelles Training bieten

Der Name Begleitung hat eine gewisse Unschärfe, findet Sommer, denn der Arbeitskreis begleite nicht einzelne Flüchtlinge kontinuierlich, er schaffe Kommunikationsräume und versuche, eine Art Fortbildungskatalog in interkulturellem Training aufzubauen und Bildungsangebote zu vermitteln. Ansonsten gehe es vor allem darum, zu wissen, zu wem man die jungen Männer schicken könne in verschiedenen Angelegenheiten, vor allem in den Asylverfahren.

Eine weitere Funktion des Café Komm ist, den Austausch der Ehrenamtlichen untereinander zu ermöglichen, den Informationsfluss in Gang zu halten, ob es dabei um materiellen Bedarf geht oder um amtliche Schreiben. Immerhin sei die Altersspanne der rund 170 Aktiven weit – vom jungen Azubi bis zu Menschen, „die stramm auf die 80 zugehen“, berichtet Konrad Sommer. Dabei würden die Grenzen der Arbeitskreise bewusst offen gehalten.

Der AK Begleitung hält Kontakt zu Wohlfahrtsverbänden, insbesondere dem Diakonischen Werk Rhein-Neckar und dem Caritasverband Rhein-Neckar, dafür zeichnet AK-Sprecher Pfarrer Michael Dahlinger verantwortlich.

Auf den Arbeitskreis und das ganze Asylnetzwerk warten viele Herausforderungen: „Der Stress steht uns noch bevor, wenn mehr Menschen in die Anschlussunterbringung kommen“, blickt Sommer voraus. Aber mit über einem Jahr (positiver) Erfahrung sehen die Ehrenamtlichen dem mit Zuversicht entgegen.

© Hockenheimer Tageszeitung, Donnerstag, 08.09.2016

Fern der alten Heimat eine neue gefunden

ASYLNETZWERK: Internationales Begegnungsfest auf dem Waldfestplatz wird zum großen Erfolg / Vielfältiges Essen und Musik einen die Menschen aus zahlreichen Ländern

HOCKENHEIM. Offen für Neues? Essen aus aller Herren Länder probieren? Alles drin beim ersten internationalen Begegnungsfest des Asylnetzwerks. Das kunterbunt gemischte Mitbring-Büfett lockt voller Duft, ebenso die hausgemachten Kuchen und gegrillte Merguez-Würste. Es wird eine echte Party der Sinne, die gekitzelt werden von Essen und Musik, die unterschiedlicher nicht sein können, getragen wird von Menschen, denen ihre Herkunft optisch anzusehen ist, die sich mit einheimischen Gästen mischen, plaudern, Spaß haben zusammen.

Einen kleinen Strich durch die Rechnung macht zum Start der Regen, der bestimmt einige abgehalten hat zum Waldfestplatz zu kommen. Um die Mittagszeit und etwas darüber hinaus, füllt sich das Buffet mit frischen Speisen, die ersten Teller und Töpfe sind bereits leer gegessen. Dann nehmen auch die leeren Plätze in der Halle zusehends ab. Auf der Bühne hat bis dahin Christoph Tischmeyer mit seinen Friends mit jazzigem Sound unterhalten.

„Stärkste Form der Bitte“

Bürgermeister Thomas Jakob-Lichtenberg begrüßt: Der Wechsel ist optisch und auditiv genial: „Viele hundert Kilometer weg von ihrer Heimat haben sie hier eine neue gefunden“, dass man feiern solle mit Musik und Tanz, mit guten Gesprächen einander kennen lernen. Seinen Dank und den der Stadt- als „stärkste Form der Bitte“. Setzt er nach und wendet sich an Konrad Sommer und die vielen anwesenden Flüchtlingshelfer: „Machen sei weiter so.“

Kurz danach teste Jakob-Lichtenberg, was es am kostenlosen Mitbring-Buffet zu entdecken gibt – Spenden sind willkommen. Syrisches Tabuleh – ein Traum aus Bulgur und Petersilie, obendrein das Nationalgericht Syriens; gefüllte Tomaten mit Basilikum-Bulgur, Blätterteiggebäck mit Käse, Rindfleischbällchen, Truthahnwürstchen, Schafskäse, Rote Bete mit Minze, Thunfisch, Kartoffeln, Gurke und Eiern – kreative Materialmixe, die den Deutschen eher unbekannt sind überzeugen den Gaumen. Rote Bete und orangefarbene Linsen in einem Salat – nicht machbar – oh doch, und zwar sehr lecker, leicht säuerlich abgestimmt.

Ein gambisches Erdnuss-Stew – cremig mit zartem Hühnerfleisch, dazu Reis mit Duft. Sehr viele Gäste greifen zu, andere bringen weitere Töpfe mit, neue exotische Gerichte gesellen sich zu den vorhandenen.

„Das klappt prima“, freut sich Konrad Sommer, der mit einem Team aus der Menge der 178 Asylhelfer, die zurzeit für 300 Geflüchtete Ansprechpartner sind, die Organisation des Festes übernommen hat. Sie haben auch für die echten Hoggema Bratwürste und würzige Merquez gesorgt, die werden vor der Halle gegrillt und verkauft.

Kinder malen zusammen – aus Gambia, Eritrea und Deutschland. Rund um die Grillhalle wird gespielt, plaudern alle miteinander, wo die Sprache noch nicht einheitlich ist, geht es mit Händen und Füßen weiter. Auf der Bühne wird getrommelt und gesungen, das Trommelgruppenprojekt des Asylnetzwerks begeistert. Es wird laut mitgeklatscht.

Nach kurzem Umbau schaffen Jo Grebencikov und seine Akkordeonisten zu zeigen, was in den liebevoll „Quetschkommoden“ betitelten Instrumenten steckt: Klassisches, der „Libertango“ von Grace Jones oder „Rosanna“ von Toto.

Teklit spielt Musik aus Eritrea

Bevor die Begabten Hausfrauen für das finale Bühnenprogramm sorgen, steht Teklit auf. Der 29-Jährige ist aus Eritrea nach Hockenheim gekommen und hat ein selbstgebautes Instrument dabei. Es sieht ein wenig aus, wie eine Laute, hat fünf Saiten und wird von zwei Seiten gespielt. Ein Stück Geschenkband fixiert das Instrument am Handgelenk. Die Saiten sind mit einem Holzklötzchen auf Spannung gebracht, weil das nicht reichte, hat Teklit eine Schraube dazwischengeschoben, die hält die grob an einem Nagel befestigten Saiten mit den Gewinderillen auseinander. Er geht solo auf die Bühne und beginnt zu spielen. Traurig klingt die erste Melodie, doch dann legt er los, singt irgendwie fremd, melodisch und doch für die Eritreer ist das Heimat. Sie stehen auf tanzen, singen mit – die Party ist in vollem Gang.

Deutsche gesellen sich zu den Tänzern, Gambier klatschen – man feiert zusammen, hat Freundschaften geschlossen, das erste internationale Begegnungsfest ist ein Erfolg.

© Hockenheimer Tageszeitung, Montag, 05.09.2016

Lernen läuft hier anders als in der Schule

ARBEITSKREISE DES ASYLNETZWERKS (2): Der AK Bildung vermittelt Kindern wie Erwachsenen neben Deutschgrundlagen immer auch Alltagskenntnisse und Gepflogenheiten

Die Unterstützung, Begleitung und Integration von Flüchtlingen und Asylsuchenden ist eine Aufgabe, die die Kommunen ohne ehrenamtliche Helfer nicht bewältigen können. In Hockenheim haben sich die Ehrenamtlichen im April 2015 zum Asylnetzwerk zusammengeschlossen, um koordiniert und effizient helfen zu können – mit gutem Erfolg, wie Rückmeldungen aus Landratsamt, Rathaus und Polizeirevier immer wieder zeigen. In einer Serie stellen wir die Angebote der fünf Arbeitskreise des Asylnetzwerks vor. Im zweiten Teil berichtet Richard Zwick vom Arbeitskreis Bildung.

„Wir konnten leicht starten“, erinnert sich Richard Zwick an die Anfänge im Mai 2015 im „Steffele“, „denn wir hatten gute Voraussetzungen: Die Flüchtlingsfamilien aus dem Kosovo hatten Wohnungen, keine Container, der Sommer war herrlich, wir konnten viel im Freien machen – es waren Strukturen da.“

Die Voraussetzungen waren bestens dank guter Vernetzung Zwicks als frisch verabschiedeter Rektor der Hubäckerschule: Deren Viertklässler machten Ende des Schuljahres eine Ranzensammlung für die Erstausstattung, ein kleiner Gruppenraum wurde bestückt mit Tafeln und Regalen, dienstagsnachmittags wurden Hausaufgaben begleitet, Kontakt mit den Lehrern gehalten.

Bei Kleinsten geht’s spielerisch los

Von Anfang an waren auch die Kleinsten einbezogen: Mittwochsmorgens wurden sie mit ihren Eltern zum Singen, Tanzen und Spielen eingeladen – „alles, was im weitesten Sinne der Sprache und der Begegnung nützt“, sagt der Sprecher des Arbeitskreises Bildung. Das ermögliche Begegnung mit der Sprache auf einer Ebene, die nicht total verschult ist und vermittle Strukturen und Gewohnheiten im Bildungsbereich, der in den Herkunftsländern weniger im Vordergrund stehe als hier.

„Es gab auch Familien, deren Kinder noch nie in der Schule gewesen waren“, erinnert sich Richard Zwick. Diese hätten in der 7. Klasse der Hartmann-Baumann-Schule erstmals regelmäßig Unterricht besucht. „Aber es war faszinierend, zwei Mädchen hatten sich selbst Englisch übers Internet beigebracht.“

„Ein Glücksfall“ sei Abdullah Kuci für den Arbeitskreis gewesen, der der selbst vor 25 Jahren als Flüchtling nach Hockenheim gekommen ist: Er übersetzte, wenn es mal ein größeres Anliegen gab, etwa Aufräumaktionen in der Gemeinschaftsunterkunft, Gesundheits- und Hygieneinformationen oder Amtliches.

Die Kinder seien sehr motiviert gewesen, mussten aber damit klarkommen, dass sich der schulische Erfolg nur langsam einstellte, da ihnen Grundlagen fehlten: „Das war ein Spagat und ein Ausprobieren für uns – die Leistungsanforderungen drohen die Kinder zu erschlagen.“

Inzwischen gestalten die Ehrenamtlichen den Sprachunterricht nach Themenbereichen, wie gesunde Ernährung oder Mülltrennung – es gehe immer auch um Alltagskenntnisse. Verkehrsunterricht, Fahrradsicherheitstraining, Besuche im Schwimmbad und am Kraichbach, gemeinsames Kochen und Stadtführung ergänzen das Angebot.

Dass bei vielen Bewohnern des „Steffele“ aus dem Kosovo oder Albanien nur eine geringe Aussicht auf ein dauerhaftes Bleiberecht bestand, beeinflusste die Arbeit des Arbeitskreises nicht: „Wir wollen nicht halten, sondern helfen, um den Menschen in der Zeit, in denen sie hier sind, ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen“, erklärt Zwick – auch wenn sich gerade zu den Kindern Nähe entwickelt durch regelmäßige Treffen.

Täglich Unterricht im Pfälzer Ring

Der Einzug der knapp 100 jungen Männer in der Gemeinschaftsunterkunft Pfälzer Ring habe die Arbeit nachhaltig verändert: „Da mussten wir uns dort reinknien.“ 38 Aktive stehen auf Zwicks Verteilerliste, 20 davon seien regelmäßig aktiv – viele schon seit 25 Jahren.

„Aber wir haben auch viele Leute, die helfen wollen, nach dem Stil: Herr Zwick, ich kann nicht nur zuschauen, sagen Sie mir, was ich machen soll.“ Im Pfälzer Ring steht ein Unterrichtsraum für etwa 25 Menschen zur Verfügung, der zunächst mit Materialien ausgestattet werden musste. „Im Prinzip haben wir jeden Vor- und jeden Nachmittag außer montags und freitags eineinhalb bis zwei Stunden Unterricht.“

Dabei stehen die Türe offen, es gibt keinen klassischen Sprachkurs. Es geht darum, Dinge zu benennen, sich vorstellen zu können. Mit der Zeit haben sich die Teilnehmerzahlen auf sechs bis zwölf stabilisiert. Die neuen Medien helfen beim Lernen und Übersetzen. Gepflogenheiten und Alltagskenntnisse spielen dabei eine wichtige Rolle – auch, um Missverständnisse und Unsicherheiten abzubauen.

Parallel starteten Kurse von Volkshochschule und Integrationskurse an, so dass die Kurse stärker nach Kenntnissen strukturiert werden konnten. Der Bezug der Unterkunft in der IV. Industriestraße zwang zur Aufteilung der Kapazitäten. Dort steht ein großer Raum zur Verfügung. Wenn allerdings in der Brühler Straße 300 weitere Menschen hinzukommen, kommen die Helfer mehr als an ihre Kapazitätsgrenze, gibt Zwick zu bedenken.

© Hockenheimer Tageszeitung, Freitag, 02.09.2016

Wer hilft mit an Grillstelle, Sandkasten und Pflasterung für Tafelladen?Wer hilft mit an Grillstelle, Sandkasten und Pflasterung für Tafelladen?

FREIWILLIGENTAG: Vier Mitmach-Aktionen unter 370 in der Metropolregion werden in Hockenheim umgesetzt / Drei in Gemeinschaftsunterkunft für Asylsuchende

Der Freiwilligentag der Metropolregion Rhein-Neckar naht mit großen Schritten: In knapp drei Wochen, am Samstag, 17. September, gilt wieder das Motto „Wir schaffen was!“. In Nordbaden, Südhessen und der Pfalz beteiligen sich über 70 Städte und Gemeinden an der Aktion. Mehr als 370 Mitmach-Aktionen stehen aktuell unter www.wir-schaffen-was.de. In Hockenheim sind nach derzeitigem Stand vier Projekte geplant – und für alle werden aktuell noch Helfer gesucht.

Drei Freiwilligentag-Aktionen finden in der Gemeinschaftsunterkunft für Asylsuchende statt. Dort werden zehn Freiwillige gemeinsam mit Bewohnern eine Grillstelle samt Unterstand und Sitzgelegenheiten errichten. Diese wurden im Vorfeld von Auszubildenden des Kreisforstamtes gefertigt und müssen am Freiwilligentag aufgestellt und gestrichen werden.

Aus Teich wird Sandkasten

Fünf Helfer werden benötigt, um gemeinsam einen ausgetrockneten Teich in einen Sandkasten umzufunktionieren. Beim dritten Projekt soll auf einer Grünfläche ein Pavillon entstehen. Fünf handwerklich versierte Helfer mit entsprechendem Werkzeug wären ideal. Zum Abschluss treffen sich alle Freiwilligentag-Helfer zum Grillfest. Auskünfte erhalten Interessierte bei Christine Mager vom Landratsamt des Rhein-Neckar-Kreises unter Telefon 06221/5 22 13 81 oder E-Mail christine.mager@rhein-neckar-kreis.de.

Das vierte Freiwilligentag-Projekt findet bei der Hockenheimer Tafel statt. Gesucht werden acht Helfer, die Erfahrung beim Verlegen von Betonsteinen haben und bestenfalls passendes Werkzeug mitbringen. Gemeinsam soll eine 24 Quadratmeter große Stellfläche für den neuen Kühlanhänger gepflastert werden. Ansprechpartnerin beim DRK-Kreisverband Mannheim ist Saskia Bachner, Telefon 0621/3 21 81 36, E-Mail saskia.bachner@drk-mannheim.de.

Kurzfristig Einstieg möglich

Wer beim Freiwilligentag für den guten Zweck mitanpacken will, findet sein Projekt und alle Infos unter www.wir-schaffen-was.de. Einzelpersonen, Familien und Freundeskreise sind ebenso zur Teilnahme eingeladen wie Unternehmensteams. Helfer-Anmeldungen sind für Kurzentschlossene bis am Abend vorm Freiwilligentag möglich. Als kleines Dankeschön erhalten alle Helfer ein blaues „Wir schaffen was“-T-Shirt. Für das leibliche Wohl der Freiwilligen sorgen die Einrichtungen, der Verkehrsverbund Rhein-Neckar ermöglicht durch freie Fahrt das Ankommen im Projekt. zg

© Hockenheimer Tageszeitung, Freitag, 02.09.2016